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Mitschriften mit Latex

Am Dienstag, 18. September 2007 veröffentlicht unter Uni

Ich mach’ ja schon seit ich am Lappi mitschreibe meine Mitschriften mit dem Textsatzprogramm Latex (MacTex mit der Oberfläche TeXShop aufm Mac und MikTeX mit der Benutzeroberfläche TeXnicCenter unter Windows)

Jetzt hab ich mein “Konzept” überarbeitet und möchte dabei eine kleine Einführung in Latex bieten.
Ich hab mich jetzt entschieden im Gegensatz zum vorherigen Semester nicht jede Vorlesung einzeln immer zu erstellen und hochzuladen, sondern nurnoch eine Datei bereitstellen. Damit mein .tex-File dann nicht endlos lang und unübersichtlich wird, werde ich in eine Hauptdatei, die ich unten dann vorstellen werde, alle Vorlesungen mit dem Befehl \input{vorlesung} eingebunden.

Hier nun also das Grundgerüst Abschnitt für Abschnitt erklärt

\documentclass[12pt,a4paper,pointednumbers]{scrreprt}

Dies ist die einleitende Zeile. Sie erstellt ein neues Tex-Dokument, welches des Vorlage “scrreprt” (das ist ein KOMA-Script) basiert. Zudem werden in den eckigen Klammern noch ein paar weitere Grundeinstellungen vorgenommen, so soll die Standardschriftgröße z.B. 12pt betragen, das Papierformat wird als A4 festgelegt und pointednumbers sorgt dafür, dass hinter allen Nummerierungen der Überschriften noch ein Punkt kommt (find ich schöner).

%Packages
\usepackage[latin1]{inputenc}
\usepackage[T1]{fontenc}
\usepackage[ngerman]{babel} %Damit deutsch gesprochen wird
\usepackage{sectsty} %Beliebige Schriftarten/größen für Überschriften
\usepackage[pdftex]{graphicx} %Bilder einbinden
\usepackage{color} %Farbe
\usepackage{amssymb} %Mathematische Symbole
\usepackage[fleqn]{amsmath} %Schönere Formeln
\usepackage{amsthm} %Umgebung für Beweis, Satz etc.
\usepackage{listings} % Zum Darstellen von Quellcode, z.B. Java
\usepackage{scrpage2} %KOMA Skript
\usepackage{floatflt} %Umfließen von Grafiken

In diesem Teil werden alle verwendeten Packete eingebunden. Latex bietet so viel, für alles gibt es da eine Erweiterung. Praktisch ist, dass viele Benutzeroberflächen automatisch erkennen, falls ein Packet noch nicht auf dem PC geladen ist und automatisch die fehlenden aus dem Internet runterlädt.
Jedes Packet wird per \usepackage{packetname} geladen, was das entsprechende Packet macht habe ich mit einem Kommentar dahinter notiert (% leitet ein Kommentar ein). Zu jedem Packet findet man natürlich auch unbegrenzt Informationen im Internet.

\pagestyle{scrheadings} %Style für Kopf/Fusszeile
\renewcommand*{\chapterpagestyle}{scrheadings} %Auch beim neuen Kapitel gleicher Stil
\automark{chapter} %gibt an, welche Untergliederung im Header angezeigt werden soll

\ihead{ALP 3} %Kopf links
\chead{\headmark} %Kapitelname wird angezeigt, in der Mitte
\ohead{\today} %Heutige Datum rechts oben
\ifoot{Naja von Schmude} %Ich, links unten
\setheadsepline{.4pt} % Linie unter dem Head

Dies sind die Angaben, die das Aussehen der Kopf- und Fusszeilen bestimmen. Mit dem Befehl \pagestyle{scrheadings} wird festgelegt, was für ein Packet dafür benutz werden soll. Da normalerweise auf der ersten Seite eines Kapitels die Kopf- und Fusszeilen weggelassen werden, muss ich manuell die Standardeinstellung überschreiben lassen, und das geschieht mit \renewcommand*{\chapterpagestyle}{scrheadings}.
Der Ausdruck \automark{chapter} sorgt dafür, dass automatisch die Kapitelmarkierungen in den Header eingesetzt werden (und zwar da, wo \headmark steht). Die anderen Angaben sind jetzt nur dazu da, die richtigen Daten an der richtigen Position anzuzeigen.

%Definitionen
\renewcommand{\familydefault}{\sfdefault} %Setzt anderen Standardschriftyp
%\allsectionsfont{\normalsize}

\newtheorem{definition}{Definition}
\newtheorem{satz}{Satz}
\newtheorem{bew}{Beweis}

Hier hab ich jetzt noch ein paar weitere Definitionen. Den Befehl \renewcommand haben wir ja nun schon einmal gesehen. Hier wird die Schriftart geändert, ich mag die Standardserifenschrift nämlich nicht so gerne ;-)
Und mit dem zweiten Befehl würden alle Überschriften auf eine gleiche größe gesetzt werden, das hab ich momentan aber mal auskommentiert, da kann ich mich noch nicht entscheiden, was ich cooler finde …
Mit dem Package amsthm wird einem die Funktionalität zu Verfügung gestellt, eigene mathematische Umgebungen für Sätze u.ä. anzulegen. Mit dem Befehl \newtheorem{name}{Anzeigename} wird nun eine neue erstellt. Um jetzt eine neue Definition zu erstellen, muss man im Dokument dann einfach nur den Befehl

\begin{definition}[optionaler Definitionstitel]
hier jetzt die Definition
\end{definition}

eingeben.

%Titel und so
\title{Vorlesungsscript zu Algorithmen und Programmierung 3}
\author{Naja von Schmude \ www.najavonschmude.de}
\date{\today}

Hier kann ich den Titel des Dokuments etc. einstellen. Diese Daten werden dann auch auf der Titelseite angezeigt.

% Hier gehts los!
\begin{document}
\maketitle % erstellt die Titelseite
\tableofcontents % Inhaltsverzeichnis
\lstset{language=Java} %Syntaxhighlighter für JAVA
\chapter{Vorlesung} %neues Kapitel
\input{vorlesung1} %bindet die Datei vorlesung1.tex ein
\chapter{Vorlesung}
\input{vorlesung2}
\end{document}

Hier ist jetzt erst das eigentliche Dokument, eingeschlosen zwischen \begin{document} und \end{document}.

Bei den Dateien, die importiert werden, kann sich dann der ganze Mist, wo die Packete geladen werden usw. gespart werden. Hier wird einfach in eine neue Datei drauflosgeschrieben:

\section{Überschrift 1}
Bla bla bla, die Vorlesung ist sicherlich toll.
\subsection{Unterüberschrift}
Noch mehr bla bla \ %neue Zeile durch \
Ah, es kommt java-Quellcode:
\begin{lstlisting}[breaklines=true]
 public static void main(String[] args)
 {
   ...
 }
\end{lstlisting}
und so weiter ...

So, das war’s. Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig Appetit auf Latex machen, es ist echt nicht schwer – nur ein wenig gewöhnungsbedürftig – aber das Ergebnis ist einfach schick!

Jetzt gibts ncoh ein paar Links, die ich mir zu Anfang immer zu gemüte geführt habe:
Latex@TUG
LaTeX-Kurs
Google

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